Ausstellung

Im Moment sind in unserer kleinen Ausstellung noch die Aquarelle von Karin Schreier zu sehen.
Am 07.11.2021 15.00 Uhr  wird im Rahmen eines Gottesdienstes die neue Ausstellung unter dem Thema „Winterlaub“ eröffnet.

Hobbyfotografen aus unserer Gemeinde zeigen mit ihren Bildern, wie Schnee und Eis die Natur verzaubern

Monatsspruch April 2021

Christus ist Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.

Kolosser 1,15

 

Manche Zeichner erstaunen mich immer wieder. Wenige Striche genügen und schon erkennt man die Person, die dargestellt werden soll. Das ist kein Foto und auch kein Gemälde und trotzdem ist das Wesentliche erfasst.

Wenn Christus das Bild Gottes ist, meint Paulus auch kein Gemälde. Aber in Jesus zeigt Gott sein Wesen. Eben das Wesentliche. Niemals geht es um die Frage, wie Gott aussieht. Wichtig ist, wie Gott ist.

Und wenn du wissen willst, wie Gott ist, dann schau auf Jesus. Was man in den Evangelien von ihm liest, sind gewissermaßen nur wenige Striche und doch entsteht ein klares Bild.

Einige dieser Linien zeichnet Paulus im Kolosserbrief nach:
Jesus steht am Anfang. Am Anfang dieser Welt, deines Lebens und auch deines Glaubens. Gott ist immer schon da.

Und er steht auch am Ende. Er ist das Ziel der Geschichte und er vollendet auch unser Leben und unseren Glauben.
Und er ist heute der Versöhner. Das was wir zerbrochen haben und was wir in alle Ewigkeit nicht kitten können, hat er geheilt.

Und zu Ostern geht unser Blick nochmal ganz anders auf diese neue Schöpfung. Nachdem der Tod in unserer Welt das ultimative Ende bedeutet, beginnt Gott ganz neu.
Hier beginnt Glaube und Kirche. Und am Anfang der christlichen Kirche steht kein von einem Engel diktiertes Buch und auch kein Krieg, sondern die verrückteste Botschaft der Welt: Jesus war tot. Nicht scheintot, sondern erwiesenermaßen mausetot. Und ist wieder lebendig. Nicht nur in Gedanken, sondern ganz real.

Das war vor 2000 Jahren genauso verrückt wie heute. Es verrückt unsre Maßstäbe. Es gilt nicht maßlose Angst oder Gier, sondern das Vertrauen und die Zuversicht, dass Gott die Dinge letzten Endes nie aus den Händen gibt, sondern ans Ziel, ins Leben bringt. Das gilt auch für mein und dein Leben.

 

Dieses Wissen will ich gern in die gerade begonnene Osterzeit mitnehmen.

Dieses Bild Gottes will ich mir immer wieder anschauen und mich dran freuen. Und vielleicht gelingt es uns ja, dass sich andere mit uns freuen.

Gedanken zur Jahreslosung 2021

„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist“

Die diesjährige Jahreslosung (Lukas 6,36) enthält 2 starke Impulse: einen Anspruch an unser Leben und einen Zuspruch.

Naturgegeben bleiben viele Menschen bei der klaren Aufforderung der ersten beiden Worte. Das scheint ja auch die dringende Botschaft zu sein, in einer Welt, die immer herzloser und kälter zu werden droht.

Die Kraftquelle und das Fundament des Glaubens steht allerdings nach dem Komma.
Du hast einen Vater im Himmel. Wenn Gott als Vater bezeichnet wird, geht es nicht um Geschlechterrollen, sondern damit wird er einfach als der Ursprung unseres Lebens benannt. Er war vor dir da. Er hat dich ins Leben gerufen und er sorgt für dein Leben. Kein Mensch kommt aus eigener Kraft und aus eigenem Willen zur Welt. Und die Bibel lehrt uns, dass wir alle Gottes gewollte und geliebte Kinder sind. (Ps 139)

Väter können unbarmherzig sein. Dann wird Liebe und Zuwendung an Bedingungen geknüpft. Viele Menschen leiden darunter, dass sie meinen, man müsse sich Liebe verdienen.

Der Gott, der sich uns in der Bibel offenbart, ist anders. Er steht zu dir, egal was passiert. Das ist so ein roter Faden, der sich durch die gesamte Bibel zieht: Wir Menschen setzen die Verbindung zu Gott und auch die Beziehung zu unserem Nächsten immer wieder aufs Spiel. Gott aber setzt alles aufs Spiel, um die zerbrochenen Beziehungen wieder heil werden zu lassen. Dafür ist Jesus nicht nur als kleines Kind in diese Welt gekommen. Dafür nimmt Gott selbst alle Schuld der Welt am Kreuz auf sich. Er räumt das Trennende weg. Davon leben wir. Und damit leben. Denn genau das ist die Aufgabe, die uns die Jahreslosung stellt: Das Trennende beiseite zu räumen, Versöhnung zu suchen, Feindschaften zu überwinden.
Das alles steckt für mich auch in dem Bild: Barmherzigkeit ist das Haus in dem man geborgen sein kann. Die Mitte ist die lodernde Flamme der Liebe. Es ist das Kind in der Krippe, das zugleich das Brot des Lebens wird. So nah kommt uns die Barmherzigkeit Gottes.

Wenn wir diese Barmherzigkeit Gottes in unserem Herzen wohnen lassen, wird sie ein Same sein, der wächst und Frucht bringt. Mit etwas Phantasie kann man auch das in dem Bild entdecken.
Viel wichtiger ist aber, dass wir das in unserem Leben entdecken und festhalten. Weil unser himmlischer Vater barmherzig ist und weil seine Hand uns nie fallen lässt, können wir lernen mit uns selbst und mit den Menschen neben uns barmherzig umzugehen.
Dabei geht es nie um Perfektion. Sondern wir bleiben Lernende und brauchen immer wieder offene Augen und Ohren für Jesus, unseren Lehrer. Nicht umsonst steht dieser Bibelvers in der großen Lehrpredigt Jesu, der Bergpredigt.

Das wäre dann eine schöne Aufgabe für dieses Jahr 2021. Eine Aufgabe, die Lebensräume eröffnet. Für uns persönlich. Aber auch für unser Leben in Ehe, Familie, Gemeinde und in der Gesellschaft.
Ich finde, wir haben als Christen gute Gründe, hoffnungsvoll leben zu können.

Bildrechte: https://www.verlagambirnbach.de - Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen